Margin down (Cryptokitties Teil 3)

Nächster Tag. Früh mal geschaut. Was ist das? Warnungen, Margin zu niedrig. Wieso das? Es ist doch nur mein Geld. Wenn der Kurs null werden sollte, dann ist schlimmstenfalls alles weg, aber das ist doch mein Problem. Wieso warnen die mich? Nochmal reingeschaut. Alles rot. Kurse fallen und fallen. Drücke jetzt Ether verkaufen. Mache sofort Gewinn. Stoppe alles. Jetzt verstehe ich. Ist wie bei Hedgefonds. Jedenfalls hab ich das mal so verstanden. Ich verkaufe erst und muss dann zurückkaufen. Wenn dann der Kurs steigt, kann man mächtig auf die Schnauze fallen. Deshalb die Warnungen also. Inzwischen wird der Totalabsturz auch über die Medien bekanntgegeben.

Da hat es mich gleich voll hart erwischt, Achterbahn der Gefühle, wie geht es jetzt nur weiter? Muss ich mir ein Hochhaus suchen um mich runterzustürzen? In Manhattan ist das einfach, aber hier? In Frankfurt hab ich mal eins mit gebaut. Nein, zu weit. Von meinem imaginären Wochenendeinkauf war nun der Wein- und dazu noch der Tchiboanteil futsch, und statt Lende gibt’s nur Roastbeef. Und der Kinderweihnachtsetat muss überdacht werden.

Inzwischen scheint der Tiefpunkt überwunden und ich kaufe wieder ganz vorsichtig. Ich mach sogar ein wenig Gewinn mit dem Kauf, aber natürlich bei weitem nicht das, was ich verloren hab und lasse das laufen.

Aber was war eigentlich das Ziel? Cryptokitties. Also, was ist jetzt mit dem Wallet? Festplatte ist schon wieder voll. Wird nichts mit Konto auf Festplatte. Hab doch gleich gesagt dass das mit den Blockchains aufgrund des enorm wachsenden Speicherbedarfs kaum beherrschbar ist.

Bilanz am Ende des Tages: Bitcointraum geplatzt. Computer nicht mehr zu verwenden, da Festplatte voll und ich hab keinen Schimmer, wo auf der Festplatte sich der ganze Müll befindet. In Downloads nicht und in Dokumente auch nicht. Natürlich nicht. Deinstallation? Vergiss es. Auf die Idee würde doch nie einer kommen, deshalb kann man dieses überflüssige Feature auch gleich weglassen. Hoffentlich kann ich den Computer überhaupt mal wieder verwenden.

Irgendwann ist Handelsschluss. Wochenende und Feiertage.

Ich werde zeitig aufstehen müssen wenn der Handel beginnt, fühle mich wie Gordon Gecko.

Am nächsten Tag nochmal überlegen, wo die Blockchaindaten liegen könnten. Ich hatte mir doch einen Pfad vom Bildschirm ausgeschnitten, wegen Backup und so. Dort mal suchen. Und Bingo. Abertausende kleine Dateien. Und die ganze App in den Papierkorb. Und Papierkorb leeren. Und? 21GB frei. Ich atme tief durch. Computer gerettet.

Die Anrufversuche nehmen kein Ende, eigentlich ist hier kein Handyempfang manchmal eben doch, Nummer gebounced. Wer so aggressiv ist und so viel Zeit für mich hat muss schon mächtig unter Druck stehen.

Zurück zum Wallet für die süßen Kätzchen. Da war doch noch die andere Variante. Online. Soll super einfach sein. Aufgrund von paar Meinungen einen Anbieter ausgesucht. Anmelden einfach. Zweistufenzertifizierung. Nunja, ok. Ich brauche einen Google Authenticator auf dem Handy. Gut, kein Problem. Naja, man bekommt ständig SMS’en. Ich muss jedes Mal eine Treppe hoch und dann warten wegen dem Empfang. Zum Glück steht da eine Whiskyflasche. Das hilft. Alles installiert. Geht nicht, geht nicht, geht nicht. Nächste Methode mit Telegram. Für heute reichts.

To be continued… 

Cryptokitties Teil 2

Cryptokitties Teil 4

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